Breisacher Eckartsberg

Tor beim Aufstieg

Der Aufstieg ist steil

Patrone

Treppe zum Eckartsberg

Weinberg Eckartsberg

Reste der alten Burg

Der Obelisk auf der Spitze

Eckartsberg vom Münsterberg aus

Südlich neben dem Münsterberg befindet sich der Eckartsberg. Er ist ein kleiner Berg, der in Grenznähe aus dem Boden wächst.

Beim Forstamt biegt man links in die kleine Straße ein und kommt dann automatisch zur Pforte des Eckartsberges.

Am Anfang sehen wir einen kleinen Turm. Dahinter geht es rechts hoch zum Eckartsberg.
Der Aufstieg zum Eckartsberg ist relativ steil und urig. Kurz hinter dem Turm sehen wir eine Heiligenfigur.

Viele Heldesagen und Geschichten ranken sich um diesen geheimnisvollen Berg.

Der König Harelung herrschte in der Zeit des Hunnenkönigs Attila über den Breisgau. Er hatte seine Burg auf dem Breisacher Schloßberg. Der getreue Eckehart hatte eine Burg auf dem nach ihm benannten Eckartsberg und sorgte nach dem frühen Tod von Harelung für desen Söhne Fritele und Imbreke. Die beiden Söhne von Harelung waren reich an Schätzen und Ländereien, was ihren Onkel Emanerich, Kaiser zu Rom Neid erweckte. Eckehart erfuhr, daß Emanerich plante die Schätze und Ländereien zu rauben. Eckehart die beiden Brüder und verlies seine Burg um Proviant für die anstehende Belagerung seiner Burg zu besorgen. Doch bevor Eckehart zurück kam, hatte Emanerich mit seinem Herr die Burg erobert, die Königssöhne gehängt und den Amelungenschatz geraubt. Erst beim Abzug der kaiserlichen Truppen kehrte Eckehart zurück, rasend vor Wut tötete er bei einer Schlacht vor den Toren Breisachs eigenhändig 500 kaiserliche Soldaten um anschließend selbst den Tod zu finden.

Im Jahre 939 wurde eine Reichsburg auf dem Eckartsberg im Zusamenhang mit der Belagerung von Breisach durch König Otto I. erwähnt. Im 12. Jahrhundert kam es zur Auflage, daß auf dem Breisachberg nur Kaufleute und die Soldaten auf dem Eckartsberg wohnen sollten. Im Mittelalter lag der Eckartsberg außerhalb der Befestigungsmauern von Breisach. Recht spät wurde der Eckartsberg unter Kaiser Maximilian Anfang des 16. Jahrhunderts befestigt. In dem Dreißigjährigem Krieg wurde die Befestigung weiter ausgebaut. Vauban hat in der Zeit der französischen Herrschaft (1648-1697) die Festung Breisach erheblich verstärkt und eine Mauer zwischen Breisach und dem Eckartsberg gezogen. Der Eckartsberg wurde zu einer eigenständigen modernen Festungsanlage ausgebaut. Als kurz darauf im Frieden on Ryswijk (1697) Breisach an Österreich fiel, wurde die Festung in die französische Richtung verstärkt und ausgebaut. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Festungsanlage nochmals erweitert, nun war sie eine Zitadelle mit Ringmauern, Bollwerken und man konnte Angriffe aus allen Richtungen abwehren. Neben einem tiefen in den Berg gegrabenen Brunnen gabs ein Backhaus und große Lebensmittellager im Berg, um so einer längeren Belagerung widerstehen zu können. Nun ergänzten sich die Festungsanlagen von Breisach und die auf dem Eckartsberg bestens um gemeinsam gegen Angriffen zu trotzen.

Die Kaiserin Maria Theresia ließ jedoch im ersten Schlesischen Krieg die Festung Breisach im Jahre 1741 schleifen um sie für die Franzosen unbrauchbar zu machen. Prinz Karl von Lothringen versuchte erfolglos die Festung im Jahre 1743 wieder aufzubauen und im Jahre 1745 sprengten die Franzosen bei ihrem Rückzug die letzten Reste der Festung.

Lange lag der Eckartsberg öde da und wurde stellenweise für den Kartoffelanbau genutzt. Ab 1815 wurden wieder Reben angepflanzt und erst im zweiten Weltkrieg wurde der Eckartsberg wieder militärisch genutzt. Der Eckartsberg wurde durch Bunker und Stollensysteme befestigt und am Ende des Krieges suchten dort die Breisacher Bürger Schutz vor Bomben- und Granatangriffen. Eine Granate in der Mauernische, entlang des Weges zum Eckartsberg, erinnert an die Vernichtung Breisachs am 4. Februar 1945. Nach dem Krieg wurden auf dem Berg wieder Reben angepflanzt. Heute mahnt auf dem Gipfel des Eckartsberges das Europalicht und die Europafahne für den Frieden zwischen den Völkern.


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